Erektionsstörungen: Behandlung im Überblick

Die Auswahl richtet sich nach Ursache, Begleit­erkrankun­gen und Ihren Wün­schen. Anwen­dung, Risiken und Kosten besprechen wir persönlich.

Erektionsstörung - Potenzstörung

Medikamente

PDE-5-Hem­mer unter­stützen bei sex­ueller Stim­u­la­tion die Durch­blu­tung. Wirkung­sein­tritt und Wirk­dauer unter­schei­den sich je nach Prä­parat. Mögliche Neben­wirkun­gen sind Kopf­schmerzen, Blut­druck­ab­fall oder Sehstörun­gen. Nicht mit Nitrat­en oder „Pop­pers“ kom­binieren; Begleit­erkrankun­gen und andere Medika­mente müssen vorher geprüft werden.

Lokale Wirkstoffe

Bei der Schwellkör­per­in­jek­tion (SKAT) wird ein Wirk­stoff direkt in den Schwellkör­p­er gespritzt. Dosierung und Anwen­dung wer­den ärztlich eingeübt. Schmerzen, Blutergüsse und eine ver­längerte Erek­tion sind möglich. Eine über vier Stun­den anhal­tende Erek­tion muss sofort behan­delt wer­den. Auch Wirk­stoffe zur Anwen­dung an oder in der Harn­röhre kön­nen infrage kommen.

Vakuumhilfe

Unter­druck fördert den Blute­in­strom; ein Ring hält die Erek­tion. Druck­ge­fühl, Blutergüsse oder Taub­heit sind möglich. Bei Blutverdün­nung oder Blu­tungsnei­gung ist die Eig­nung beson­ders zu prüfen. Die Anwen­dung erfordert Einweisung.

Schwellkörperimplantat

Wenn andere Ver­fahren nicht helfen oder nicht infrage kom­men, kann eine spezial­isierte Klinik über ein Implan­tat berat­en. Implan­tatan­teile wer­den in die Schwellkör­p­er einge­set­zt; das Gewebe verän­dert sich dauer­haft. Risiken sind unter anderem Infek­tio­nen und Funk­tion­sstörun­gen, die weit­ere Ein­griffe nötig machen können.

Beratung und Alltag

Psy­cho­sex­uelle Beratung oder Psy­chother­a­pie kann beglei­t­end helfen. Bewe­gung, Rauchverzicht und die Behand­lung von Begleit­erkrankun­gen kön­nen unter­stützen. Medika­mente nicht selb­st abset­zen. Bei Taub­heits­ge­fühl während des Rad­fahrens Sitz­po­si­tion und Sat­tel prüfen lassen. Gespräche mit der Part­ner­in oder dem Part­ner kön­nen Druck nehmen.

Weit­ere Patien­ten­in­for­ma­tio­nen der Europäis­chen Gesellschaft für Urologie