Individuelle Gesundheitsleistungen (IGEL)
Individuelle Gesundheitsleistungen sind Untersuchungen oder Behandlungen, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören. Das bedeutet nicht automatisch, dass ihr Nutzen bewiesen oder nicht bewiesen ist. Wir informieren Sie vorab über möglichen Nutzen, Grenzen, Risiken, Alternativen und Kosten.
In unserer Praxis können wir Ihnen folgende individuelle Gesundheitsleistungen anbieten:
Für Männer:
Der PSA-Wert (sog. Prostatawert; Abkürzung für Prostata-spezifisches Antigen) ist die Grundlage der risikoadaptierten Früherkennung von Prostatakrebs bei entsprechend aufgeklärten Männern ab 45 Jahren mit einer Lebenserwartung von mindestens 10 Jahren. Im männlichen Körper ist das PSA für die Verflüssigung des Spermas nach der Ejakulation mitverantwortlich. Die Bestimmung des PSA-Wertes erfolgt über eine Blutentnahme. Je nach Höhe des Wertes muss der Urologe/die Urologin eine Empfehlung für das weitere Vorgehen maßschneidern. Erfahrene Ärzte achten hier nicht nur auf die absolute Höhe des PSA-Wertes sondern setzen den Wert in Verhältnis zu den vergangenen Werten, zu dem Alter des Patienten, zu der Größe der Prostata, betrachten die familiäre und persönliche Vorgeschichte. Auch wenn der PSA-Wert durch teilweise falsche Darstellung in den Medien an Reputation verloren hatte, stellt er in der Hand von erfahrenen ÄrztInnen ein gutes Früherkennungs-Instrument dar, soll gemäß aktueller S3-Leitlinie nach ergebnisoffener Beratung Männern (ab 45 Jahren mit einer Lebenserwartung von > 10 Jahren) angeboten werden und eignet sich des Weiteren zur Überwachung einer bereits bekannten / behandelten Prostatakrebsekrankung. Ein auffälliger Einzelwert bedeutet jedoch nicht automatisch Krebs und sollte zunächst kontrolliert und risikoadaptiert weiter abgeklärt werden.

Beim Prostata-Check kombinieren wir die Bestimmung des PSA-Wertes mit einer transrektalen Ultraschalluntersuchung (TRUS) der Prostata. Hierbei wird eine spezielle stabförmige Ultraschallsonde über den Enddarm eingeführt und die Prostata kann mit hoher Auflösung sehr präzise untersucht werden.
Der transrektale Ultraschall ermöglicht eine genaue Beurteilung von Größe und Form der Prostata und kann insbesondere bei gutartiger Prostatavergrößerung zusätzliche Informationen liefern. Zur zuverlässigen Früherkennung eines Prostatakarzinoms ist ein konventioneller TRUS jedoch nicht geeignet. Bei begründetem Tumorverdacht ist die multiparametrische MRT das maßgebliche bildgebende Verfahren.

Bei der Komplett-Vorsorge kombinieren wir PSA-Wert-Bestimmung, den transrektalen Ultraschall (TRUS) mit einer Ultraschalluntersuchung der Nieren sowie der Harnblase, um den restlichen Harntrakt diagnostisch zu erfassen. Dadurch können ggf. Erkrankungen des oberen sowie unteren Harntaktes (Nierensteine, Zysten, Tumore sowie Blasenentleerungsstörungen) je nach persönlichem Risikoprofil oder Beschwerdelage besser erkannt werden. Ferner erfolgt eine Urinuntersuchung mittels Urinteststreifen (10 Parameter) sowie eine mikroskopische Untersuchung des Urinsediments.

Die erweiterte Komplettvorsorge ergänzt das Spektrum der Komplettvorsorge um den UBC-®-Rapid-Test. Der Urintest kann Hinweise auf Blasenkrebs liefern, jedoch eine Blasenspiegelung diagnostisch nicht ersetzen.

Der UBC-®-Rapid-Test ist ein Urintest und kann Hinweise auf Blasenkrebs liefern. Der Test kann zwar keine Blasenspiegelung ersetzen, jedoch erste Hinweise auf eine Blasenkrebserkrankung (v. a. bei Risikopatienten wie z. B. Rauchern) anzeigen.
Ein Nutzen als routinemäßige Blasenkrebsfrüherkennung bei beschwerdefreien Personen ist bisher nicht ausreichend belegt; die aktuellen urologischen Leitlinien empfehlen kein allgemeines Screening mit Urinmarkern.
Der immunologische Stuhltest Schebo ® 2 in 1 dient der Früherkennung und damit der Prävention von Darmkrebs. Der Test beruht auf dem immunologischen Nachweis von okkultem (nicht sichtbarem) Blut.
Der M2-PK-Anteil des Tests weist einen zusätzlichen Stoffwechselmarker nach. Ob dieser den gesetzlichen iFOBT sinnvoll ergänzt oder die Darmkrebssterblichkeit senkt, ist nicht belegt. Er wird von der deutschen S3-Leitlinie nicht als reguläres Früherkennungsverfahren empfohlen.
Testosteron ist ein Sexualhormon (Androgen), das bei beiden Geschlechtern vorkommt, sich dabei aber in Konzentration und Wirkungsweise bei Mann und Frau unterscheidet. Bei Männern wird Testosteron zum größten Teil im Hoden produziert. Die Nebennierenrinde bildet zwar kleine Mengen anderer Androgene, jedoch nur in sehr geringem Maße Testosteron.
Testosteron hat verschiedene Wirkungen auf diverse Organe. Es bewirkt z. B. die Entstehung des männlichen Phänotyps, ist für das Wachstum (insbesondere den Aufbau von Muskelmasse und Fettspeicher) mit verantwortlich und sorgt für die Spermienproduktion. Testosteron bewirkt die Reifung der Spermien. Darüber hinaus bewirkt Testosteron bei männlichen Individuen in der Pubertät die Entwicklung des Penis, Hodensacks, der akzessorischen Geschlechtsdrüsen sowie der sekundären Geschlechtsmerkmale und sorgt bei Erwachsenen für die
Aufrechterhaltung dieser Merkmale.
Außerhalb der Geschlechtsorgane fördert das Hormon das Wachstum der Körperbehaarung und der Barthaare (aber nicht der Kopfbehaarung) und besitzt eine anabole, das heißt den Muskel aufbauende Wirkung. Des Weiteren verstärkt Testosteron die Knorpel- und Knochenneubildung. Ein hoher Testosteronspiegel fördert das Entstehen bzw. die Steigerung sexuellen Verlangens (Libido) und Antrieb. Schließlich kommt es durch die Testosteronwirkung zu einer Vermehrung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) durch die Stimulation der Freisetzung von Erythropoetin in der Niere und die Aktivierung des Knochenmarks. Die Bestimmung des Testosteronspiegels kann bei passenden Symptomen als morgendliche Nüchternbestimmung sinnvoll sein und sollte zur Bestätigung eines erniedrigten Wertes durch eine zweite Messung kontrolliert werden. In manchen Fällen ergibt sich auch die Notwendigkeit weitere Hormone (H/FSH und gegebenenfalls SHBG) zu bestimmen.
Fühlen Sie sich oft müde, abgeschlagen oder weniger leistungsfähig – besonders in den dunkleren Monaten? Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel kann eine mögliche Ursache sein. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für Ihr Immunsystem, Ihre Muskeln und Ihre Knochengesundheit.
Warum Vitamin D bestimmen lassen?
Vitamin D unterstützt Ihr Immunsystem, ist wichtig für starke Knochen / Muskeln und kann Einfluss auf Stimmung sowie Wohlbefinden haben.
Da der Vitamin-D-Spiegel individuell sehr unterschiedlich ist, gibt eine gezielte Blutuntersuchung Klarheit.
Die Vitamin-D-Bestimmung ist eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
In unserer Praxis kann zu den regulären Öffnungszeiten (bevorzugt vormittags) ein Spermiogramm zur Beurteilung der männlichen Samenqualität erstellt werden. Die Erfahrungswerte zeigen, dass bei fast 50% der Kinderwunschpaare die eingeschränkte Samenqualität der Grund für die Kinderlosigkeit ist. Im Rahmen der Untersuchung werden verschiedene Parameter (Spermienzahl- und ‑konzentration, Volumen, Beweglichkeit, Deformitätten, etc.) mikroskopisch beurteilt.
Vor Abgabe des Probe sollte eine Karenzzeit (kein Geschlechtsverkehr, keine Masturbation) von einigen Tagen eingehalten werden, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen. Das Ergebnis wird in unserem Labor ausgewertet und die Patienten erhalten einen detaillierten Befundbericht.
Als Vasektomie wird die Sterilisation des Mannes bezeichnet. Sie gilt als sehr sichere Verhütungsmaßnahme. Mit Hilfe eines kleinen chirurgischen Eingriffs werden die Samenleiter durchtrennt. Damit wird erreicht, dass sich im Ejakulat keine Samenzellen mehr befinden und somit eine nochmalige Vaterschaft zu beinahe 100% auszuschließen ist. Allerdings müssen nach der Vasektomie zwei negative Samenproben (d. h. ohne Nachweis von Spermien) in der Regel nach 12 und 16 Wochen abgegeben werden bevor auf andere Verhütungsmaßnahmen verzichtet werden darf.
Die Vasektomie wird in unserer Praxis in örtlicher Betäubung durchgeführt. Es handelt sich bei der Vasektomie um eine unkomplizierte Operation, die jedoch nur nach abgeschlossener Familienplanung durchgeführt werden sollte.
Die Vasektomie hat keinen Einfluss auf die Potenz oder die Lust auf Sex. Die Samenflüssigkeit enthält lediglich keine Spermien mehr.
Im Rahmen dieser Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader (Aorta) sollte bei Männern ab dem 65. Lebensjahr der Gefäßdurchmesser der Bauchschlagader bestimmt werden, um eine potentiell lebensbedrohliche Erweiterung frühzeitig zu erkennen und entsprechende Konsequenzen (ggf. Operation) daraus zu ziehen.
- Bei Gefäßdurchmesser < 3 cm keine weiteren Maßnahmen erforderlich
- Bei Gefäßdurchmesser > 3 cm Überwachung erforderlich
- Bei Gefäßdurchmesser > 5,5 cm möglicherweise operativer Eingriff erforderlich, um einen Riss des Gefäßes zu vermeiden!
Leider können wir Ihnen diese sinnvolle Screening-Untersuchung aufgrund der unklaren Kostenerstattungssituation (siehe entsprechender Artikel) nicht mehr als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung anbieten.
Für Frauen:
Bei der Vorsorge für Frauen kombinieren wir eine Ultraschalluntersuchung der Nieren und der Harnblase, um den Harntrakt diagnostisch adäquat zu erfassen. Dadurch können Erkrankungen des oberen sowie unteren Harntaktes (Nierensteine, Zysten, Tumore sowie Blasenentleerungsstörungen) erkannt werden. Ferner erfolgt eine Urinuntersuchung mittels Urinteststreifen (10 Parameter) sowie eine mikroskopische Untersuchung des Urinsediments.
Für eine höhere diagnostische Sicherheit verwenden wir hierfür bevorzugt Katheterurin, da die Gewinnung von Mittelstrahlurin bei Frauen für Kontaminationen anfällig ist.

Die erweiterte Vorsorge für Frauen ergänzt das Spektrum der Vorsorge um den UBC-®-Rapid-Test zur Blasenkrebsfrüherkennung. Der Urintest kann zwar keine Blasenspiegelung diagnostisch ersetzen, jedoch kann er erste Hinweise auf eine Blasenkrebserkrankung (v. a. bei Risikopatienten wie z. B. Rauchern) liefern.

Der UBC-®-Rapid-Test ist ein Urintest und kann Hinweise auf Blasenkrebs liefern. Der Test kann zwar keine Blasenspiegelung ersetzen, jedoch erste Hinweise auf eine Blasenkrebserkrankung (v. a. bei Risikopatienten wie z. B. Rauchern) anzeigen.
Ein Nutzen als routinemäßige Blasenkrebsfrüherkennung bei beschwerdefreien Personen ist bisher nicht ausreichend belegt; die aktuellen urologischen Leitlinien empfehlen kein allgemeines Screening mit Urinmarkern.
Der immunologische Stuhltest Schebo ® 2 in 1 dient der Früherkennung und damit der Prävention von Darmkrebs. Der Test beruht auf dem immunologischen Nachweis von okkultem (nicht sichtbarem) Blut.
Der M2-PK-Anteil des Tests weist einen zusätzlichen Stoffwechselmarker nach. Ob dieser den gesetzlichen iFOBT sinnvoll ergänzt oder die Darmkrebssterblichkeit senkt, ist nicht belegt. Er wird von der deutschen S3-Leitlinie nicht als reguläres Früherkennungsverfahren empfohlen.
Der Impfstoff StroVac® ist zur Langzeitprävention chronisch wiederkehrender Infektionen der Harnwege zugelassen. Er enthält als Wirkstoff inaktive Erreger von zehn verschiedenen Bakterienstämmen, die hauptverantwortlich für Blasenentzündungen sind. Darunter finden sich u. a. folgende Bakterien:
- Escherichia coli
- Proteus mirabilis
- Klebsiella pneumoniae
Betroffene erhalten als Grundimmunisierung alle ein bis zwei Wochen insgesamt drei Spritzen in die Oberarmmuskulatur. Die Auffrischimpfung in Form einer einzelnen Spritze erfolgt in der Regel nach einem Jahr.

Bei diesem Medikament werden die Kosten in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Dennoch sollte man individuell bzgl. der Kostenerstattung nachfragen.
Fühlen Sie sich oft müde, abgeschlagen oder weniger leistungsfähig – besonders in den dunkleren Monaten? Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel kann eine mögliche Ursache sein. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für Ihr Immunsystem, Ihre Muskeln und Ihre Knochengesundheit.
Warum Vitamin D bestimmen lassen?
Vitamin D unterstützt Ihr Immunsystem, ist wichtig für starke Knochen / Muskeln und kann Einfluss auf Stimmung sowie Wohlbefinden haben.
Da der Vitamin-D-Spiegel individuell sehr unterschiedlich ist, gibt eine gezielte Blutuntersuchung Klarheit.
Die Vitamin-D-Bestimmung ist eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Sollten Sie Interesse an unseren Wahlleistungsuntersuchungen haben, sprechen Sie uns hierzu gerne an.













